Publication Mobiltelefonnutzung, genetische Empfindlichkeit und neue chronische Nierenkrankheiten

Découvrez tous les publications

Publication - Santé

Source via PubMed

Zhang, Y., Zhang, Y., Ye, Z., et al.

Viele Menschen auf der ganzen Welt leiden an chronischen Nierenkrankheiten (chronic kindney disease oder CKD), was bedeutet, dass die Nieren das Blut nicht richtig filtern. Prävention spielt eine wichtige Rolle bei der Verhinderung der Entwicklung dieser Krankheit. Es ist daher erforderlich, so viele variable Risikofaktoren wie möglich zu identifizieren, um geeignete Präventivmaßnahmen ergreifen zu können.

Die Autoren stellen außerdem fest, dass die Zahl der Mobiltelefonbenutzer weltweit erheblich gestiegen ist. Sie berichten, dass eine hohe Nutzungsfrequenz mit Symptomen von Depressionen, Stress und Schlafstörungen, die alle mit einem höheren Risiko für CKD zusammenhängen, assoziiert ist.

In dieser Studie untersuchten die Autoren den Zusammenhang zwischen der Mobiltelefonnutzung, den Nutzungseigenschaften und den neuen Fällen von chronischen Nierenkrankheiten. Zu den Nutzungseigenschaften gehören zum Beispiel die Nutzungsdauer des Telefons, die Anzahl der ankommenden oder abgehenden Anrufe, die Verwendung einer Freisprecheinrichtung oder eines Lautsprechers.

Die Studie wurde prospektiv durchgeführt, was bedeutet, dass die Personen über einen Zeitraum von etwa 12 Jahren hinsichtlich des Auftretens von CKD beobachtet wurden. Die Studie umfasste 408.743 Teilnehmer ohne chronische Nierenkrankheit in der Anamnese. Bei der Aufnahme gaben die Teilnehmer selbst über einen Fragebogen Auskünfte über die Nutzung ihres Mobiltelefons.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Mobiltelefonnutzung mit einem höheren Risiko für chronische Nierenkrankheiten assoziiert wurde, insbesondere bei Menschen, die mehr Zeit pro Woche damit verbracht haben, Anrufe zu empfangen oder durchzuführen. Die Verwendung einer Freisprecheinrichtung oder eines Lautsprechers hatte jedoch keinen Einfluss auf das Risiko, eine chronische Nierenkrankheit zu entwickeln.

Eine der Stärken dieser Studie ist das prospektive Vorsatz, das für die Überwachung der Entwicklung einer Krankheit geeignet ist. Darüber hinaus war an dieser Studie eine große Zahl von Personen beteiligt. Bei der Interpretation der Ergebnisse dieser Studie ist jedoch Vorsicht geboten. Diese Studie hat ja eine erhebliche Einschränkung, da ein Fragebogen als Methode zur Sammlung von Daten über die Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern verwendet wurde. Es liegt möglicherweise eine Verzerrung vor, da die Teilnehmer selbst die Mobiltelefonnutzung bewertet haben und nur für die drei Monate vor der Aufnahme. Ohne sich dessen bewusst zu sein, haben die Teilnehmer möglicherweise ihre Nutzung aufgrund ihrer Selbsteinschätzung unter- oder überschätzt. Diese Einschätzung kann auch verzerrt sein, da sich der Teilnehmer nicht an die genaue Nutzung erinnert. Dies wird als recall bias (Erinnerungsverzerrung) bezeichnet. Übrigens liegen keine Daten zur Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern aus anderen Quellen in der Umwelt vor. Darüber hinaus ist nicht auszuschließen, dass trotz der getroffenen Vorsichtsmaßnahmen Störfaktoren, d. h. andere Parameter, die die Ergebnisse beeinflussen könnten, nicht berücksichtigt wurden, was zu einer falschen Schlussfolgerung führte.

Die Autoren weisen darauf hin, dass die Ergebnisse durch weitere Studien zu einem möglichen Zusammenhang zwischen der Mobiltelefonnutzung und chronischem Nierenversagen bestätigt werden sollten.