Publication Erkennung von Biomarkern zur Erklärung von idiopathischer Umweltintoleranz verursacht von elektromagnetischen Feldern (IEI-EMF): Beeinflusst die HF-EMF-Exposition die Reaktion von Cortisol im Speichel?

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Verrender, A., Manley, J., Wallace, N.K., Loughran, S.P., Croft, R.J.

Idiopathische Umweltintoleranz verursacht von elektromagnetischen Feldern (IEI-EMF) wird auch Elektrohypersensitivität (EHS) genannt. Das Syndrom ist mit Symptomen, die Patienten mit ihrer Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern (EMF) assoziieren, verbunden, ohne dass eine andere Pathologie, die diese Symptome erklären könnte, vorliegt. Zahlreiche epidemiologische und experimentelle Studien, die bisher durchgeführt wurden, konnten jedoch nicht nachweisen, dass EMF direkt für die gemeldeten Symptome verantwortlich waren. Eine häufig vorgebrachte Hypothese ist die des Nocebo-Effekts: Die Symptome würden sich nicht durch die Exposition selbst entwickeln, sondern als Reaktion auf die Wahrnehmung der Exposition und die damit verbundene Angst. Zahlreiche Studien haben jedoch bewiesen, dass Exposition gegenüber hochfrequenten elektromagnetischen Feldern (HF-EMF) innerhalb der Expositionsgrenzwerte der ICNIRP (2020) kleine Körpertemperaturschwankungen verursachen kann. Eine Zunahme der Körpertemperatur ist in Laborversuchen auch in Verbindung mit den Cortisolkonzentrationen gebracht. Hierdurch ist es möglich, dass die HF-EMF-Exposition das Cortisol, ein als Reaktion auf Stress vom Körper erzeugtes Hormon, beeinflusst. Die von Personen mit Elektrohypersensitivität gemeldeten Symptome könnten die Folge von Wahrnehmungen in Bezug zu der Reaktion des Körpers sein und möglich vom Nocebo-Effekt verstärkt werden.