Publication Die Beziehung zwischen hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung von Mobiltelefonen und Hirntumoren: die Inzidenz-Trends von Hirntumoren in Südkorea

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Publication - Santé

Source via ScienceDirect

Moon, J.

In dieser Studie untersuchten die Autoren den Zusammenhang zwischen der nationalen Anzahl der Mobilfunk-Verträge und der Inzidenz (der Anzahl neuer Fälle in einer Population zu einem bestimmten Zeitpunkt) von Hirntumoren in Südkorea. Die nationale Zahl der Mobilfunk-Verträge wird also zur Bestimmung der Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern (HF-EMF) herangezogen.

Die in der Studie verwendeten Daten stammen aus der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) für die Jahre 1985 bis 2019 und aus dem südkoreanischen Zentralkrebsregister, das vom Nationalen Krebszentrum für die Jahre 1999 bis 2018 verwaltet wird.

Die Ergebnisse dieser Studie zeigten einen Zusammenhang zwischen der nationalen Anzahl der Mobilfunk-Verträge und der Inzidenz von drei bösartigen Hirntumoren und drei gutartigen Tumoren.

Die Autoren schlussfolgern, dass, unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Hauptweg der HF-Exposition auf der frontotemporalen Seite des Gehirns (in Höhe der Ohren) liegt, die positiven Ergebnisse, die auf einen Zusammenhang zwischen der Mobiltelefonexposition und bösartigen Tumoren der Frontal- und Schläfenlappen hinweisen, durch die Position des Mobiltelefons während der Nutzung erklärt werden könnten.

Es sei darauf hingewiesen, dass diese Studie eine wichtige Einschränkung aufweist. Die Zahl der Mobilfunk-Verträge auf nationaler Ebene ist ja keine verlässliche und geeignete Maßnahme zur Bewertung der HF-EMF-Exposition. Es gibt nämlich keine Hinweise darauf, wie Menschen ihre Mobiltelefone nutzen: Dauer und Häufigkeit der Nutzung, am Ohr, mit Bluetooth- oder kabelgebundenen Freisprecheinrichtungen. Künftige Studien sollten auf objektiven Mitteln beruhen, um die tatsächliche HF-EMF-Exposition jeder in die Studie einbezogenen Person zu beurteilen.

Unter diesen Umständen ist es nicht wahrscheinlich, aus dieser Studie Schlussfolgerungen zu einem möglichen Zusammenhang zwischen der HF-EMF-Exposition von Mobiltelefonen und Hirntumoren zu ziehen.