Publication Der Zusammenhang zwischen selbst gemeldetem Handygebrauch mit Blutdruck und Herzfrequenz: Beweis aus einer Querschnittsstudie

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Source via Pubmed

Amiri F et al.

Diese wissenschaftliche Studie untersuchte den möglichen Zusammenhang zwischen der Verwendung von Handys und dem Blutdruck und Herzschlag von Menschen. Mit dem Aufkommen von Handys und ihrer zunehmenden Nutzung wollten die Forscher verstehen, ob übermäßige Nutzung schädliche Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System und die Gesundheit haben könnte.

Die Studie wurde mit Daten von fast 9000 Teilnehmern durchgeführt, die an der Ravansar-Kohortenstudie über nichtübertragbare Krankheiten im Iran beteiligt waren. Eine Kohortenstudie ist eine Forschungsmethode, bei der eine Gruppe von Personen mit einem bestimmten gemeinsamen Merkmal im Laufe der Zeit gemeinsam verfolgt wird. Die Teilnehmer wurden aufgrund ihren selbstgemeldeten durchschnittlichen Dauer der Mobiltelefonnutzung pro Tag in den letzten 12 Monaten, in Gruppen eingeteilt.

Die Ergebnisse zeigten, dass Frauen, die ihr Handy über einen längeren Zeitraum am Tag benutzten, einen Rückgang ihres systolischen und diastolischen Blutdrucks, und ihres Herzschlages hatten.

Die Methodik dieser Studie weist viele Einschränkungen auf. Diese Studie stützt sich nicht nur auf selbst gemeldete Daten, die immer bestimmten Formen von Bias unterliegen, wenn externe Faktoren negative Auswirkungen auf die Ergebnisse einer Untersuchung oder Messung haben, z. B. Erinnerungsverzerrungen, bei denen bestimmte Verhaltensweisen falsch erinnert oder überschätzt/unterschätzt werden. Darüber hinaus könnten auch Confounder (dies ist ein Faktor, der sich vom Studiengegenstand unterscheidet, aber möglicherweise die Ursache für das Ergebnis der Studie sein kann) eine Rolle spielen. Beispiele hiervon sind die Art der Gespräche oder das typische Verhalten (Körperbewegung) von Personen, die das Telefon über einen längeren Zeitraum nutzen, im Vergleich zu Personen, die ihr Telefon über einen kürzeren Zeitraum nutzen. Daher sollten die Ergebnisse und Schlussfolgerungen mit Vorsicht betrachtet werden.

Obwohl diese Befunde interessant sind, ist zu beachten, dass es sich um eine Querschnittsstudie (d. h. eine Studie zur Analyse einer Population zu einem bestimmten Zeitpunkt) handelte, die keinen kausalen Zusammenhang nachweisen kann. Es bedarf zukünftiger Forschung, um die Langzeitwirkungen der Handynutzung auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit besser zu verstehen.